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Post von Pro Senectute
Erfreuliche Post erhielten Präsidentin Maria Kaiser und der Vorstand des Kantonalen Seniorenverbandes kürzlich
von Thomas Diener, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Pro Senectute Kanton St.Gallen:
«Es ist mir ein Anliegen, mich im Namen von Pro Senectute Kanton SG einmal offiziell zu bedanken für die
Verdienste des Verbandes für Seniorenfragen SGARAI. Der Verband ist eine sehr wichtige Stütze für die Fach-
organisationen im Bereich Alter. Die Fachorganisationen sind primär Dienstleister. Sie können und sollen ihre
fachlich begründeten Positionen öffentlich machen und bei Behörden und Ämtern einbringen. Sie sind aber
nicht legitimiert dazu, die Seniorinnen und Senioren zu vertreten. Dies im Gegensatz zu ihrem Verband, mit der
doch stattlichen Mitgliederanzahl. Wir begrüssen daher sehr, dass sich der Verband für Seniorenfragen in den
letzten Jahren vermehrt auch in den politischen Prozess einbringt – als ‹Stimme der Seniorinnen und Senioren›.
Dieses Engagement wird jeweils auch ersichtlich in der Seniore-Zytig. Herzlichen Dank!»
Buch-Tipp
Renate Bergmann
Dann bleiben wir eben zu Hause!
«Es sind verrückte Zeiten, finden
Sie nicht?» Das ist der Beginn des
Romans von Online-Omi Renate
Bergmann. Sie lässt sich von «dem
bisschen Quarantäne» nicht einschüchtern,
denn sie kann trotz
Kontaktverbot mit ihren Enkeln
«über Skype fernsehtelefonieren».
Und weil sie damals nach dem
Krieg schon erfinderisch sein
musste, hat sie eine Menge Tipps
auf Lager: Welche Vorräte brauche
ich wirklich? Kann man Hefe auch
selbst herstellen? Und wie beschäftige
ich Kinder und Ehe-
männer sinnvoll?
Die 82-jährige Renate Bergmann
trotzt der Krise, mit Schalk und
einer grossen Portion Lebens-
erfahrung. Auch wenn sie weiss,
«dass ich Risiko bin». Deshalb
bleibt sie meistens zu Hause an
ihrem Klappcomputer. «Dann
bleiben wir eben zu Hause», ruft
sie darum dem Virus trotzig entgegen,
und schildert anschaulich,
«wie meine Leutchen das alles
versuchen in den Griff zu kriegen,
wie ich den Tag rumkriege, denn
ich war doch nicht umsonst auf
der Bräuteschule und habe Stäbchenmaschen
gelernt.» Anstelle
von Wassergymnastik macht
Renate Bergmann nun Leibesübungen
vor dem Computer:
«Fräulein Tanja, die unsere Kardiogruppe
leitet, ist ebenso vorne
dabei mit neuen Ideen. Das erlebt
man ja gerade überall: Wenn die
Leute nicht rausdürfen, kriegen
sie eben alles in die Stube geliefert
über den Computer: Genauer
gesagt über Skype. Über Skype
hat Fräulein Tanja uns Alte im
Wohnzimmer versammelt, und
dann mussten wir in Ermangelung
von Keulen Seltersflaschen
schwingen.»
Hinter dem Pseudonym «Renate
Bergmann» steckt der deutsche
Journalist Thorsten Rohde. Mit viel
Witz und Hintersinn lässt er die
alte Dame aus ihrem Leben erzählen.
Ein vergnügliches Buch,
das gerade in diesen Zeiten, in
denen Vieles anders läuft als
geplant, eine Prise Humor und
Leichtigkeit in den Alltag bringt.
Renate Bergmann –
Dann bleiben wir eben zu Hause
Ullstein-Buchverlage, 2020
ISBN 9783-3-548-06434-5