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Alt-Bundesrat Samuel Schmid
am 50 Jahr-Jubiläum des
Seniorenverbandes
Der Verband für Seniorenfragen
SVS feierte am 6. Mai in Bern sein
50-jähriges Bestehen. Das Senioren
Orchester Muri-Gümligen begrüsste
die Teilnehmenden mit
Gratulationsvarianten. Als Gäste
weilten der Ehrenpräsident
Hans-Werner Widrig, Alt-Bundesrat
Samuel Schmid und der
Berner
Stadtpräsident Alex von
Graffenried, welcher humorvoll
Grussworte überbrachte. Im Jahr
2040 leben doppelt so viele über
65-Jährige in Bern, die in der
nachberuflichen Phase ins Zusammenleben
mit einbezogen
werden müssen. Zitat: «Zu
enander
Luege!»
Der abtretende Präsident Karl
Vögeli
entschuldigte den neuen
Präsidenten Ruedi Joder, Alt-Nationalrat.
In einem Rückblick
zeigte er die Höhen und Tiefen
des Verbandes auf. Anlass zur
Gründung des Verbandes war
die AHV. Der St.Galler Ständerat
Matthias Eggenberger wollte
damit
den AHV-Beziehenden
durch den Zusammenschluss
stärken und ein würdiges Alter
ohne Armut sichern.
Alt-Bundesrat Samuel Schmid
wurde als Gastredner eingeladen.
Unterhaltsam berichtete er aus seinem
heutigen Alltag, Begegnungen
mit Kindern und Menschen
seines Wohnorts. Mit der Aussage
«Der Staat hat viele Kinder, auf die
er schauen muss» verwies er auf
sein Umfeld, das ein gleiches Pensionsalter
für Mann und Frau für
normal halte und dass Familien
mit Kindern erhebliche Herausforderungen
bewältigen.
Die Moderatorin Sonja Hasler leitete
nach dem Input-Referat der
Ethikerin Dr. Ruth Baumann-Hölzle
zum «Generationenvertrag»,
zu dem sie Gerechtigkeitsüberlegungen
darlegte, über zum
Podium
mit jungen und über
60-jährigen
Politikerinnen und
Politikern.
Die Vertretungen waren
Alex Kuprecht (SVP), Ruth Humbel
(Die Mitte), Leroy Bächtold (JFDP)
und Mattea Meyer (SP).
Die Diskussionsteilnehmer
waren sich in den folgenden
Punkten einig:
– Die im September zur
Abstimmung vorgelegte
AHV-Revision ist austariert.
– Frauen leben im Durchschnitt
5 Jahre länger als Männer.
– Aus drei Generationen sind
mittlerweile vier geworden.
– Die hohen Vermögen besitzen
die 64 bis 79-Jährigen.
– Die viel höhere Lebenserwartung
verlangt diese Reform.
– Die Pandemie hat viele
Familien durch den Ausfall
der Grosseltern beim Kinderhüten
in Not gebracht.
– Die Solidarität der Jungen mit
dem Masken tragen und die
Hilfen beim Einkaufen hat eine
funktionierende Generationensolidarität
gezeigt.
Felicitas Würth-Zoller,
SSR-Delegierte
Bild: Beat Steiger