
Editorial 3
Jeden Tag zieht in irgendeines unserer
Häuser mindestens eine neue
Bewohnerin oder ein neuer Bewohner
ein. Im vergangenen Jahr weist
die Statistik 377 Eintritte aus. Eine
scheinbar nüchterne Tatsache – bei
genauerer Betrachtung aber eine Veränderung, die für
die betroffenen Menschen mit vielen Emotionen verknüpft
ist.
Meistens handelt es sich nicht um einen bereits lange
zum Voraus geplanten Abschied aus den eigenen vier
Wänden. Körperliche, psychische oder soziale Entwicklungen
haben dazu geführt, dass nun der Umzug in
ein P egeheim erfolgt. Auch wenn es nicht der erste
Umzug im Leben ist, der Einzug in ein P egeheim ist
kein Umzug wie jeder andere. Für die meisten Menschen
ist es der letzte Umzug und damit der Beginn
einer Lebensphase, die mit dem allerletzten Abschied
enden wird.
Die vor Ihnen liegende de facto Ausgabe gibt Einblicke,
wie unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit
Abschieden umgehen. Wie in jeder Ausgabe wird das
Thema Abschied aus den Perspektiven Hotellerie, P ege
und Soziales beleuchtet.
Die Beiträge zeigen auf, welche Faktoren und Strategien
dabei helfen, Abschiede gut zu bewältigen. Und
sie zeigen auf, welche zentrale Rolle dabei die Beziehungen
zwischen den Menschen spielen.
Die Einschätzung namhafter Altersforscher, dass Erfahrungen
und Erkenntnisse, die bis zum hohen Lebensalter
gemacht werden konnten, dazu befähigen,
persönliche Ziele an nicht veränderbare Bedingungen
anzupassen, wiederspiegelt sich in den vorliegenden
Berichten.
Heike Schulz
Direktorin Bethesda Alterszentren AG
Ausblick
Themenschwerpunkt in der nächsten Ausgabe:
Heterogenes Alter
Veranstaltungshinweis
18. September 2018, 18.00 Uhr
Informationsveranstaltung zu den neuen Alterswohnungen
Bethesda Park in Basel (Bezug ab
Mai 2019)
Aula Bethesda, Gellertstrasse 144, 4052 Basel