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Ischl. Drei Nächte waren das unser
Asyl.
Am zweiten Tag gings mit Bus
und Seilbahn auf die Zwieselalp
im Dachsteingebiet. Auf 1450
ü. M. empfingen uns zwei Wanderleiterinnen.
Die Wahl war eine
zweistündige Höhenwanderung,
oder eine kürzere Wanderung mit
ausführlichen Erklärungen der
Kräuter.
Am dritten Morgen waren der
Wolfgangsee und der Schafberg
das Ziel. Bei Regenwetter und Nebel
fuhren wir mit der Zahnradbahn
auf den Schafberg. Leider
ohne Sicht, dafür mit viel Nass,
fuhr uns anschliessend das Schiff
nach Fürberg zum Mittagessen.
Gegen Abend wurde das Wetter
wieder besser. Einige benutzten
das schöne Hallenbad im Hotel.
Nach dem Frühstück zeigte uns
eine Stadtführerin die schöne
Kaiserstadt.
Nach dem Mittagessen dislozierten
wir für fünf Tage nach Wien.
Schon am ersten Abend war das
Abendessen auf dem 164 m hohen
Donauturm im Drehrestaurant.
Der Weitblick und das Lichtermeer
liessen die Müdigkeit
vergessen. Am Morgen nach dem
Frühstück, waren alle wieder fit
und munter.
Der fünfte Tag war bis zum Nachmittag
dem Hirschstettner Blumenpark
gewidmet. Eine ausführliche
Führung durch die
Indischen-Japanischen-, Blumen-
und Palmenparks und die Fisch-
und Schildkröten-Teiche. Das Mittagessen
im Freien beim
Palmenteich war originell. Der
Nachmittag war für die Besichtigung
von Monumentalbauten am
Ring und dem Stadtpark ausgewählt,
dann zum Hotel und mit
der Strassenbahn zur Abendveranstaltung
im Rathauskeller, zur
Dinner Show. Die Kapelle spielte
Operetten-Musik, wundervolle Gesänge
und machte Tanzeinlagen.
Dazu wurde ein gepflegtes Menü
serviert. Am sechsten Tag gings
zum Stephansdom und mit dem
Lift auf den Turm zur Besichtigung
und Erklärungen im inneren
Stadtzentrum. Der Schnitzelwirt
verpflegte uns nach diesem Marathon.
Dann hatten wir freien Aufenthalt.
Wer wollte, konnte das
Haus der Meere besichtigen.
Etwas Ruhe war nötig, um den
Rummel am Abend im Prater mit
der Fahrt im Riesenrad und dem
Essen mitten in der Budenstadt
zu bewältigen.
Mit der Besichtigung des Schloss
Schönbrunns begann der nächste
Tag. Mit dem Bummelzug war die
Besichtigung durch den Park und
zur Gloriette nicht sehr anstrengend.
Das Mittagessen war anschliessend
auf dem Aussichtsberg
Cobenzl. Mit U-Bahn und
Bus gings hinauf zum Cobenzl
und Kahlenberg. Zu Fuss gingen
die Mutigen vom Cobenzl nach
Grinzing, die andern mit dem Bus
und warteten dort. Mit dem Tram
zum Hotel und anschliessend
zum Donaukanal, wo wir eine
dreistündige Schiffsreise mit
Nachtessen gebucht hatten.
Der zweitletzte Tag war zur Erholung.
Durch den Park des Schlosses
Belvedere wanderten wir zur
Hofburg, dem Heldenplatz und
zum Mittagessen im Palais Ferstl
«Café Central». Punkt 15 Uhr fuhren
die vier Fiaker-Kutschen vor
für eine stündigen Rundfahrt
durch die Altstadt Wiens.
Der Ausklang war dann noch im
Stadtheurigen zum Zwölf Apostelkeller.
Früh am Morgen war es dann Zeit,
um die Koffer zu packen und zum
Zug zu gehen. Erster Klasse fuhren
wir über den Semmering bis
Leoben und ab Leoben im Panoramawagen
der SBB bis Buchs.
Den Rest per S-Bahn bis Herisau.
Acht Tage Sonnenschein, ein Tag
Regen und Nebel waren sicher
ein gutes Verhältnis.
Alle waren fröhlich und freuten
sich, wieder zu Hause zu sein.
Gerald Baumann