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Jahreswechsel 2022/2023
Liebe Leserinnen und Leser
In dieser speziellen und unsicheren
Zeit ist es gar nicht so einfach
eine Jahreswechsel-Kolumne zu
schreiben. Wer weiss denn schon,
was uns in den kommenden Monaten
erwartet. Klar ist, seit die
Pandemie sich ausbreitete, hat
sich einiges in unserem täglichen
Leben verändert – einiges zum
Guten, einiges zum Schlechteren.
Geblieben ist die allgemeine Unsicherheit,
wie geht es weiter? Welche
Herausforderungen kommen
noch auf uns zu?
Wagen wir einen kleinen Rückblick.
Der vergangene Sommer
war wie ein Sommer sein soll –
lang, heiss, trocken (für viele allzu
trocken) die heisseste Tageszeit
überbrückte man im Schatten
beim Genuss von kühlen Getränken
(man sollte doch viel trinken).
Corona schien nicht mehr zu existieren,
Feste feiern ohne Maske,
Reisen ohne Bedenken und Ängste
waren wieder möglich. Und
dann noch der schöne, zum Glück
für Menschen, Tiere und Pflanzen
wieder etwas nassere «Altweibersommer
»! So gesehen war es ein
gutes Jahr, getrübt allerdings vom
schrecklichen Krieg in Russland
und der Ukraine. Nebst dem andauernden
Elend von Millionen
von Menschen, der Zerstörung
von Städten, Dörfern ja ganzer
Landschaften, werden wir in der
Schweiz und ganz Europa von
düsteren Prognosen auf allen
Ebenen bedroht: die nächste Corona
Welle naht, ebenso die Grippe
Welle. Ausserdem sehen wir
angeblich einem «kalten» Winter
entgegen, höhere Lebens- und
Energiekosten, tiefere Lohnkosten,
reduzierte Weihnachtsbeleuchtungen
und, und. Auf allen Ebenen
wird versucht, uns die bevorstehenden
Festtage zu vergraulen.
Das kann es doch nicht sein.
Schauen wir doch mit Interesse
und gesundem Menschenverstand
nach vorne – da müssen wir
durch.
In einem wunderschönen Buch
voller Weisheit, Freundschaft und
Vertrauen habe ich die Antwort
auf eine vor allem heute wichtige
Frage gefunden: «Ist das Glas halb
leer oder halb voll?», fragte der
Maulwurf. Ich glaube, ich bin froh,
dass ich ein Glas habe, sagte der
Junge.» (Zitat aus dem Buch von
Charlie Mackesys, Der Junge, der
Maulwurf, der Fuchs und das
Pferd)
Ich hoffe, Sie konnten die Wärme
der letzten Monate in mindestens
einem halb vollen Glas speichern.
Damit überstehen Sie auch den
vorhergesagten kalten Winter!
Ich wünsche Ihnen allen schöne,
friedvolle Weihnachtstage, Glück
und Gesundheit für das kommende
2023 und immer ein volles
Glas zum Anstossen! Prosit Neujahr!
Erika Pertzel
Kolumne