
Betrachtungen und Lösungsansätze in der Hotellerie Eine gute Gesamt-Atmosphäre ist
ein ligranes Zusammenspiel von
Licht, Materialisierung, Duft, Beschallung
/ Akustik, Haptik und weiteren
Elementen. Dies alles muss
minutiös abgestimmt werden, um
den hohen Anforderungen dementiell veränderter,
sehbehinderter Bewohnenden gerecht zu werden
und ihnen ein angenehmes Umfeld anbieten zu
können.
Beleuchtung
Heute wird besonderer Wert auf das Einhalten von
Luxzahlen nach DIN, SIA-Norm, «Vorschriften für altersgerechtes
Bauen» usw. gelegt. Dies ist gut und
wichtig, führt aber durch reine Sollwert-Orientierung
zu sehr hellen bis grellen Bereichen in den Aufenthalts
und Wohnräumen. De facto ist es aber so,
dass für eine angenehme Wohnsituation verschiedene
Beleuchtungssituationen benötigt werden: Nämlich
das richtige Licht zum Lesen, für den Schwatz
am Nachmittag, zum Spielen, Dösen, während dem
Essen usw.
Diesen Anforderungen werden nur exible, individuell
steuerbare Beleuchtungssysteme gerecht, welche
idealerweise verschiedene vorprogrammierbare
Szenarien oder Voreinstellungen zulassen. Eine
gross ächig erhellende, indirekte Grundbeleuchtung,
ergänzt durch akzentuierende Beleuchtungselemente
wird diesen Ansprüchen in der Regel gut gerecht.
Punktstrahler, Galerie-Beleuchtung für Bilder oder
auch Leselampen im Aufenthaltsbereich schaffen
Stimmung und berücksichtigen die verschiedenen
Bedürfnisse . Wichtig ist auch eine gute, durch die
entsprechende Beleuchtung geschaffene Tag- Nachtorientierung.
Gedämpftes Licht am Morgen, angenehm
helles tagsüber, warmes Licht am Abend und
behagliches Nachtlicht helfen dem Bewohner, sich
zurechtzu nden.
Beschallung / Akustik
Genauso wichtig wie ansprechende, bekannte und
angenehme Musik ist die Verminderung unnötiger
Lärmquellen. So sind störende Geräusche wie beispielsweise
schlagende Türen wegen schlecht eingestellten
Türschliessern sowie lautes Geschirrklappern
beim Ausräumen der Maschine oder Einräumen der
Besteckschubladen unbedingt zu verhindern. Laute,
schallre ektierende Räume können mit einfachen
Mitteln wie Stoffbändern, Wandbehängen, Trennmöbeln,
Akustiksegeln usw. erheblich angenehmer
gestaltet werden.
Duft
Nicht nur die Neutralisierung, sondern auch eine aktive,
gezielte Beduftung ist im P egebetrieb angezeigt.
Für viele Besucher und Bewohnende haben
P egebetriebe einen typischen, schlechten Geruch.
Diesem kann mit den gängigen Beduftungs-Systemen
bestens begegnet werden. Ein frischer, einladender
Geruch lässt jeden noch so ältlich wirkenden
Aufenthaltsraum viel angenehmer erscheinen.
Empfehlenswert ist dezenter Lavendel- oder Rosmarinduft.
Beides hat eine beruhigende Wirkung auf
die Bewohnenden. Ebenso wichtig: Frische, ungiftige
Blumen sprechen die Sinne – auch von sehbehinderten
Bewohnenden – sehr an.
Leitsysteme / Signaletik
Signaletik ist ein markenbildendes Element mit
grosser Wirkung, da sie in und um ein Haus herum
überall anzutreffen ist und eine wichtige Orientierungsfunktion
hat. Sie steht im Spannungsfeld
zwischen den Kosten und den anspruchsvollen He-