
• Die Bewohnenden in Quarantäne erhalten zudem
einmal am Tag einen Besuch von einer immer
gleichbleibenden und definierten externen Person.
Diese Massnahme wurde im Kanton Basel Stadt
geduldet.
Aktivitäten im Haus:
• Finden weiterhin regelmässig statt – einfach mit
kleineren Gruppen und dem notwendigen Abstand.
Da sich vermehrt Freiwillige gemeldet hatten, konnte
die Frequenz der Aktivitäten erhöht werden. Und
durch die kleineren Gruppen gab es viel mehr persönliche
Zuwendung.
• Bei schönem Wetter finden viel mehr Aktivitäten
vor dem Haus als im Haus statt.
Veranstaltungen:
• Das kulturelle Programm unseres Hauses war 2020
so vielfältig, hochstehend und intensiv wie noch in
keinem Jahr seit Bestehen des Hauses. Die Veranstaltungen
fanden mehrheitlich draussen statt. Die
Bewohner konnten diese vom Balkon oder Zimmer
aus miterleben.
Differenzierung von Besuchern und Angehörigen:
• Es gilt einen Unterschied zu machen zwischen den
Angehörigen, die regelmässig kommen und den
Besuchern, die gelegentlich kommen. Die Massnahmen
sind zwingend zu differenzieren. So dürfen
zum Beispiel Angehörige unangemeldet kommen,
da man sich kennt und das Verhalten, wie auch die
Risiken bereits miteinander geklärt worden sind.
Besucher die seltener vorbeikommen, müssen sich
vorher anmelden und erhalten ein Zeitfenster für
ihren Besuch.
Was haben wir aus der Pandemie gelernt?
In der ersten Welle war es eine grosse Herausforderung,
Lebensqualität zu erhalten und zu fördern.
Trotz der drastischen Massnahmen, welche bis hin
zu kompletten Schliessungen von Pflegeheimen führten.
Im Vordergrund stand zu Beginn vor allem der
Schutz vor dem Virus. Die Lebensqualität kam erst
an zweiter Stelle.
Es war zu begrüssen, dass in der zweiten Welle ein
differenzierterer Umgang gefunden wurde. Jedoch
führten die weniger klaren und offener gehaltenen
Vorgaben zu einer ständig neuen und individuelleren
Lagebeurteilung. Die Lebensqualität für Bewohnende
konnte dafür mit mehr Möglichkeiten besser aufgebaut
werden.
Was lernen wir für eine allfällige dritte Welle?
Die Förderung der Lebensqualität muss IMMER
und GLEICHZEITIG mit den Schutzmassnahmen im
Blick gehalten werden. Unabhängig von der Höhe der
Fallzahlen, der Entwicklungen und der Massnahmen
gibt es immer Möglichkeiten, die Lebensqualität zu
erhalten und zu fördern. Trotzdem: Am besten ist es,
wenn die dritte Welle erst gar nicht aufkommt und
wir alle wieder etwas aufatmen und entspannter sein
dürfen.
Siegfried Bongartz
Geschäftsleitungsmitglied
Spezialgebiet Soziales
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